Mallorca zu Ostern – lange habe ich überlegt, ob sich die Reise lohnt. Jetzt, nach meinem ersten Aufenthalt auf der Insel, kann ich sagen: Es war genau die richtige Entscheidung. Die Kombination aus mildem Frühlingswetter, weniger Touristen und einer beeindruckenden landschaftlichen Vielfalt macht Mallorca zu dieser Jahreszeit besonders reizvoll. Gerade für alle, die Mallorca entspannt und authentisch erleben möchten, ist der Frühling ideal.
Anreise: Entspannt von Köln nach Palma
Der Startpunkt meiner Reise war ein Flug von Köln nach Palma de Mallorca. Schon beim Landeanflug zeigte sich die Insel von ihrer schönsten Seite: türkisblaues Wasser, grüne Landschaften und eine angenehme Frühlingssonne – ein erster Vorgeschmack auf das, was mich erwarten würde.
Palma Altstadt: Shopping, Sightseeing & Genuss
Mein erster Stopp führte mich direkt in die Altstadt von Palma. Die Mischung aus historischer Architektur, kleinen Boutiquen und lebendigen Plätzen macht diesen Teil der Stadt besonders charmant. Wer gerne durch enge Gassen schlendert und dabei immer wieder neue Details entdeckt, wird hier voll auf seine Kosten kommen.
Geparkt habe ich bequem am Mercat de l’Olivar – ein echter Geheimtipp. Die Markthalle selbst ist ebenfalls einen Besuch wert: frischer Fisch, spanische Spezialitäten und kleine Bars laden zum Verweilen ein. Perfekt, um direkt in die mallorquinische Genusswelt einzutauchen.
Ein kurzer Abstecher entlang des Ballermann durfte natürlich nicht fehlen – allerdings nur im Vorbeifahren. Mein persönliches Fazit: gesehen, abgehakt und absolut ausreichend für mein restliches Leben.
Unterkunft: Luxus & Ruhe im Cap Vermell Grand Hotel
Am Abend ging es weiter in den ruhigen Osten der Insel ins Cap Vermell Grand Hotel. Eingebettet in die Hügellandschaft bei Canyamel bietet das Hotel eine ganz besondere Atmosphäre – fast wie ein kleines Dorf für sich.
Der Empfang war herzlich, das Zimmer stilvoll und großzügig, und die gesamte Anlage strahlt eine angenehme Ruhe aus. Gerade nach einem ersten, erlebnisreichen Tag war das genau der richtige Ort, um anzukommen und zu entspannen.
Freitag: Cala Rajada & spektakuläre Ausblicke
Am Freitag ging es nach Cala Rajada. Die Promenade lädt zum Flanieren ein, und auch außerhalb der Hochsaison ist hier genug Leben, um das typische Mallorca-Gefühl zu bekommen – ohne überlaufen zu sein. Kleine Cafés, Restaurants und Bars reihen sich aneinander und bieten viele Möglichkeiten für einen spontanen Snack mit Meerblick.
Ein absolutes Highlight folgte anschließend: die Fahrt hinauf zum Puig de Sant Salvador. Die Serpentinenstraße ist ein kleines Abenteuer für sich, aber oben angekommen wartet die Belohnung.
Neben der imposanten Christusstatue befindet sich hier das historische Kloster Santuari de Sant Salvador, das bis ins 14. Jahrhundert zurückgeht. Der Blick von oben ist schlicht beeindruckend – man sieht weite Teile der Insel, die Küstenlinie und das hügelige Landesinnere. Ein Ort, an dem man automatisch langsamer wird und einfach den Moment genießt.
Tapas in Artà: Ein perfekter Abend
Abends ging es nach Artà, einem der ursprünglichsten Orte im Nordosten der Insel. Statt großer Hotelketten findet man hier kleine Gassen, traditionelle Architektur und eine angenehm ruhige Atmosphäre.
Im Can Sion habe ich spontan einen Tisch bekommen – und wurde mehr als positiv überrascht. Die Tapas waren hervorragend, kreativ interpretiert und gleichzeitig authentisch. Ein echter Tipp für alle, die gutes Essen in entspannter Umgebung schätzen.
Samstag: Höhlen, Entspannung & Sonnenuntergang
Der Samstag begann mit einem echten Naturhighlight: den Cuevas de Artá in Canyamel. Die Höhlen liegen spektakulär oberhalb der Küste und bieten bereits beim Eingang einen beeindruckenden Blick auf das Meer.
Im Inneren erwartet einen eine faszinierende Welt aus riesigen Tropfsteinformationen, hohen Hallen und stimmungsvoller Beleuchtung. Besonders beeindruckend ist die sogenannte „Hölle“ – ein riesiger Raum mit einer der höchsten Stalagmiten Europas. Die Führung ist informativ, aber nicht überladen, sodass genug Zeit bleibt, die Atmosphäre auf sich wirken zu lassen.
Danach ging es zurück ins Hotel für einen entspannten Vormittag: langes Frühstück, Sonne auf der Terrasse und einfach nichts tun. Genau diese Mischung aus Erleben und Entspannen macht Mallorca so besonders.
Am Abend führte mich der Weg zunächst zum Strand, um den Sonnenuntergang zu genießen – warmes Licht, ruhige Wellen und dieser ganz besondere Moment, wenn der Tag langsam ausklingt.
Anschließend ging es spontan nach Capdepera ins La Fragua. Kulinarisch ein Volltreffer: hervorragendes Essen, eine gemütliche Atmosphäre und ein Service, der den Abend perfekt abgerundet hat.
Mobilität: Flexibel unterwegs mit dem Mietwagen
Ein großer Vorteil dieser Reise war die Flexibilität durch den Mietwagen. Die Abholung lief dank „Smartlock“ von Roig komplett unkompliziert und ohne Wartezeit.
Gerade wenn man Orte wie Artà, Canyamel oder den Puig de Sant Salvador erkunden möchte, ist ein Auto nahezu unverzichtbar – und eröffnet einem die Möglichkeit, Mallorca wirklich individuell zu erleben.
Fazit: Mallorca hat mich überrascht
Mallorca ist weit mehr als sein Ruf. Die Insel vereint Natur, Kultur, Kulinarik und Entspannung auf eine Weise, die überrascht. Besonders der Osten zeigt eine ruhigere, authentischere Seite, die perfekt für einen entspannten Urlaub ist.
Die Menschen sind freundlich, das Essen hervorragend – und auch die Getränkeauswahl lässt keine Wünsche offen. Während Sangria sicherlich ihre Berechtigung hat, bin ich beim Cava geblieben. Und der ist nicht nur gut, sondern oft auch erstaunlich günstig.
Für mich steht fest: Mallorca war nicht nur eine Reise wert – es wird definitiv ein Wiedersehen geben.



























































