Da wir erst um 16 Uhr in die Unterkunft konnten, wir aber schon gegen frühen Mittag losgefahren sind, habe wir noch einen Schwenker zu Schloß Rauischholzhausen gemacht. Im wirklich schönen und pittoresken Ort Rauischholzhausen gelegen liegt der schöne Schloßpark inklusive dem verwinkelten Schloß. Genutzt wird es als Tagungshotel und von der Justus-Liebig-Universität Gießen, allerdings ist es von außen vollkommen frei begehbar.

Nach der überbrückten Zeit ging es dann wirklich zur Unterkunft mit zwei Schlenkern zum Einkaufen, der Grill sollte angeworfen werden.

Theorien zum Fleischkonsum auf dem Land

Entweder ist die Welt hier noch in Ordnung und die Landbewohner haben viel aus eigener Zucht und Schlachtereien oder die Supermarktmetzgereien sind unglaublich schlecht bestückt.

Ab nach Maribor

Die slowenische Stadt gleichen Namens beherbergt einen der ältesten Weinstöcke der Welt, so steht es zumindest am kleinen Weinberg den man am Schloß findet.

Für Marburg sollte man auf jeden Fall gutes Schuhwerk mitbringen, den man überwindet einige Höhenmeter und das oft auf Kopfsteinpflaster.

Die Stadt an der Lahn ist selbstverständlich bekann für

  • die Uni
  • die Studenten
  • das Schloß

Die Uni ist omnipräsent und scheint sich gerade von den Bauten her sehr im Wandel zu befinden, immer wieder trifft man auf leerstehende Gebäudetrakte und parallel dazu erbaute neue Bauten. So zum Beispiel die neue Zentralbibliothek, die man gut durch den alten botanischen Garten erreicht und man direkt auch einen Blick dafür bekommt, dass die Formsprache und Farbgebung der alten Gebäude um sie herum gut aufgegriffen wurde.

Startpunkt

Wir parkte im Parhaus Oberstadt und nutzen die bequeme Option so relativ direkt in der Altstadt einzusteigen. Folgt man den Treppen und Aufzügen vom Parkhaus nach oben, dann kommt man direkt an einer Station des Grimm-Dich-Pfads heraus, nämlich dem Froschkönig.

Der Grimm-Dich-Pfad ist eine tolle Idee und Möglichkeit Kindern den doch teilweise anstrengenden Marsch durch die Stadt schmackhaft zu machen.

Der Weg

Sinnvollerweise haben wir uns dann an den Schildern Richtung Schloß orientiert, was uns automatisch zum alten Rathaus und zum Brunnen von Sophie von Brabant geführt hat.

Vom Kirchhof der Lutherkirche haben wir bei einer leckeren Bratwurst den Blick über die Altstadt genossen, bevor dann ihren schiefen Kirchturm hinter uns liesen und die letzten Meter zum Schloß aufgestiegen sind.

Das Schloß

Am Ende unseres Aufstieges erwartete uns der schon erwähnte Weinberg mit dem Verweis auf Slowenien und der Schuh von Aschenputtel.

Das Schloß thront über Marburg und lässt ebenso auch Blicke in die Weite des Marburger Landes zu. Geschichtlich gesehen hat es einiges zu bieten und ist nun auch praktisch genutzt als Kunstmuseum.

Unbedingt lohnt sich der Schlenker über den Hexenturm und den Schloßgarten, bevor man dann wieder Richtung Altstadt aufbricht. Uns trieb auch der Hunger zurück, vorbei am Spiegel von Schneewittchen und hinunter in die belebten Gefilde des Rathausplatzes.

Eigentlich wollten wir uns dann im schwedischen Restaurant Edlunds erfrischen, allerdings haben wir zur spät auf die Farbe der Tischdecken geachtet. So sind wir im Restaurant Zur Sonne gelandet. Der Service hatte einen entspannten Tag, dementsprechend mussten wir auf unsere Getränke länger warten, aber die robuste osteuropäische Bedienungen hatte ein einfangendes Lachen.

After Drinks

Nach der Stärkung ging es auf zur letzten Etappe mit den bereits erwähnten Protagonisten „Alter botanischer Garten“ und der „Neuen Zentralbibliothek“. Im alten botanischen Garten fanden wir die Figur des Fisches und einen herrlich gepflegt und äußerst informativen Kräutergarten.

Mit einem letzten Schlenker haben wir noch die Elisabethkirche mitgenommen, genauso müde wie das Ende dieses Textes waren dann auch alle Teilnehmer. Am Wolf und den nur noch sechs Geisslein ging es dann zum Parkhaus zurück.

Marburg hat sicherlich noch viel mehr Schätze zu bieten, die man nicht unbedingt in einem Tag erkennt und entdeckt, aber es bietet einen ersten Eindruck und macht Lust auf mehr.

Technik

Alle Bilder wurden mit einer Olympus OM-D E-M1 II und einem Asahi Pentax SMC Takumar 28mm f3.5 adaptiert angefertigt und mit Lightroom nachbearbeitet.